LASERTHERAPIE

Es ist für mich selbstverständlich jede der aufgeführten Behandlungen selbst durchzuführen. Als Fachärztin für Dermatologie ist es mir ein besonderes Anliegen invasive Methoden auch und vor allem in der Ästhetik nicht zu delegieren. Gerade die Therapie von Hautveränderungen mit Lasern sollte durch Fachärzte erfolgen und diesen vorbehalten bleiben.

Zur Behandlung pigmentierter Muttermale oder verdächtiger Hautveränderungen sind Laserverfahren nicht geeignet.

 

Erbiumlaser

Störende hautfarbene Veränderungen, Warzen und Narben können mit dem Erbiumlaser therapiert werden. Die Laserstrahlen arbeiten bei fachgerechter Anwendung narbenarm oder im besten Fall narbenlos und sind daher besonders geeignet für Gesicht, Dekolleté und Hände, aber auch jede andere Körperstelle. Einerseits stellt der Laser ein sehr schonendes Verfahren dar, indem er nur oberflächliche Hautschichten abträgt, andererseits entfaltet er auch eine Tiefenwirkung auf das Bindegewebe. Dort wird eine Neubildung des Kollagens angeregt, was zu einer Hautstraffung und damit zu einem jugendlicheren Aussehen der Haut führt. Besonders günstig werden mitteltiefe Falten von der Tiefenwirkung des Lasers beeinflusst. Ein weiterer Vorteil der Erbiumlasertherapie ist die relativ kurze Abheilphase im Vergleich zu anderen Lasersystemen. Auch kommt es zu weniger Rötungen als bei anderen Laserverfahren.

Die Laserbehandlung von Äderchen im Gesicht (Teleangiektasien) oder Blutschwämmchen (Hämangiomen) werden mit dem KTP-Laser (ND YAG Laser) durchgeführt, der sich in unzähligen Behandlungen bestens bewährt hat.

 

KTP-Laser (ND YAG Laser)

Der KTP-Laser stellt ein seit vielen Jahren bewährtes und sicheres Verfahren dar und eignet sich vor allem durch seine geringe Eindringtiefe zur kosmetischen Behandlung oberflächlicher Hautveränderungen, wie Pigmentflecken, erweiterten Äderchen, Blutschwämmchen (Hämangiome), Feuermalen (Naevus flammeus), usw. Die Behandlungsdauer ist individuell verschieden, bedarf aber in der Regel mehrerer Sitzungen. Nach der Behandlung sollte auf einen sorgsamen Umgang mit den betroffenen Hautarealen geachtet werden. Direkte Exposition gegenüber UV-Licht sollte 4 Wochen im Anschluss an die Behandlung vermieden werden.

 

Fraktionierte Photothermolyse

Die Fraktionierte Photothermolyse iist ein ausgezeichnetes, neues Verfahren zur Behandlung sonnenlichtbedingter kleiner Fältchen im Gesicht und vor allem im Bereich der Augen, v.a. der Knitterfalten an den Unterlidern. Die Therapie ist aber auch für das ganze Gesicht, den Hals und das Dekolleté geeignet. Ein besonderer Vorteil ist auch, dass die Therapie unter Anwendung einer lokal betäubenden Salbe mit Lidocain durchgeführt werden kann. Vollnarkosen sind nicht mehr erforderlich. Sehr gut geeignet ist die Laserbehandlung auch für die Therapie von überschießenden oder klaffenden Narben. Auch kann mit dieser Methode erstmals mit großem Erfolg und niedriger Komplikationsrate das Melasma, eine hormon- oder sonnenlichtbedingte Dunkelfärbung der Haut, behandelt werden. Es wird bei jeder Sitzung ein zuvor definiertes Hautareal mit sog. Microscopic Treatment Zones (MTZ) behandelt. Diese bezeichnen mikroskopisch kleine säulenförmige Zonen, in denen ein thermischer Effekt das Gewebe in der Tiefe zur Neubildung anregt. Die Oberhaut bleibt dabei intakt und dient als natürlicher Verband. Um das gewünschte Ergebnis zu erreichen sind meist mehrere Einzelsitzungen notwendig. Nach der Behandlung sollte idealerweise für zwei bis drei Tage ein Besuch in der Sauna oder im Fitnessstudio vermieden werden. Ein konsequenter Sonnenschutz ist zu empfehlen. Dieses Verfahren eignet sich damit auch ideal für Berufstätige. Besuchen Sie unsere Praxis am Freitag und nutzen das Wochenende zum Abheilen der Rötungen im Sinne einer Verjüngung über’s Wochenende.

Bis zur vollständigen Abheilung und Lösung der Krusten ist zu beachten, dass Behandlungen am Hals und im Gesicht etwa 1 Woche und am Dekolleté etwa 2 Wochen benötigen. Die Behandlung im Bereich der Augen kann allerdings über das Wochenende erfolgen.

 

Rubinlaser – Entfernung von Pigmentflecken und Tattoos

Für die Entfernung von Pigmentflecken und Tattoos ist der Rubinlaser hervorragend geeignet. Das Verfahren bezeichnet man als „selektive Photothermolyse“ und meint damit das selektive, also gezielte Beseitigen von Pigment in der Haut. Diese Farbpigmente werden dabei mit ultrakurzen Laserimpulsen beschossen, wodurch das Pigment in der Haut mit einer Schockwelle zertrümmert wird. Dabei sind die Laserpulse zu kurz, um das umliegende Gewebe zu schädigen und zerstören so rein „selektiv“ das Farbpigment. Diese Pigmentreste werden anschließend einerseits vom Körper über die Blutbahn und das Lymphsystem abtransportiert, andererseits werden sie als oberflächliche Kruste über die Haut beseitigt.

Besonders gut eignet sich dieses Verfahren zur Beseitigung von Tätowierungen in den Farben Blau und Schwarz. Nicht möglich ist die Entfernung von gelbem, orangem, rotem und grünem Pigment. Hier kann es zu einem Farbumschlag nach Schwarz kommen.

Zur Entfernung eines Tattoos sind meist mehrere Behandlungen nötig, dabei verblasst das Tattoo von Sitzung zu Sitzung und wird verschwommen. Die Laserbehandlungen sollten dabei in Abständen von 4-6 Wochen wiederholt werden. Bei der Behandlung von Pigmentflecken wie z.B. Altersflecken, Melasma, Lentigines oder Cafe au lait-Flecken sind meist weniger Sitzungen erforderlich. Dies ist jedoch im Einzelfall zu entscheiden. Eine Entfernung von pigmentierten Muttermalen (Nävuszellnävi) mit dem Laser ist nicht möglich.

Ich berate Sie hierzu gerne persönlich oder sehen Sie auch unter „Vorsorge“ nach.

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